Impfen bei Risikopatienten

 Impfung und Marcumar

Die meisten Impfungen können statt intramuskulär auch subcutan geimpft werden und somit sind auch Impfungen bei marcumaisierten Personen ohne ein Absetzten des Marcumars durchführbar.
 
 Impfung und Schwangerschaft

Nach den aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts sind Impfungen mit Lebendimpfstoffen ab drei Monaten vor einer und während der gesamten Schwangerschaft nicht angebracht. Dagegen können fällige Impfungen bedenkenlos mit Totimpfstoffen im zweiten- und im dritten Drittel einer Schwangerschaft verabreicht werden. Dagegen sollte im ersten drittel zu Vermeidung jeglichen Risikos für das Ungeborene nur dringende Totstoff-Impfungen durchgeführt werden. In der anschließenden Stillzeit sind Impfungen ohne Einschränkungen möglich.

Impfungen bei Kindern
Nach der Geburt sind Neugeborene durch die Mutter-Kind-Immunisierung eine befristete Zeit lang vor Infekten geschützt, da unmittelbar nach der Geburt Antikörper wirken, die im Mutterleib über die Plazenta aus dem Blut der Mutter übernommen wurden. Diese lässt jedoch einige Monate nach der Geburt nach. Außerdem sind Säuglinge in den ersten Lebenswochen, sofern die Mutter stillt, durch Antikörper in der Muttermilch geschützt, hauptsächlich gegen Magen-Darm-Infekte.
Eine der bekanntesten Impfungen, ist die Poliomyelitis-Impfung (kurz: Polio-Impfung) gegen Kinderlähmung, die 5-6 Jahre Schutz gibt. Bei dieser Erkrankung werden die Nervenzellen des Rückenmarks, die die Muskeln innervieren, befallen und führen von Lähmungen bis hin zum Tod.
Überwiegend sind Kinder im Alter von 3-8 Jahren befallen. Andere Standartimpfungen sind Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Haemophilus Influenzae Typ B, Meningokokken, Pneumonkokken, Mumps, Masern, Röteln, welche in mehreren Schritten stattfinden. Diese Schritte werden in der Vorsorgeuntersuchung U3 festgelegt. Die Impfungen müssen zwischen dem 9. und 17. Lebensjahr aufgefrischt werden.

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