Die Wirksamkeit von Impfstoffen gegen unterschiedliche Infektionskrankheiten wird seit knapp 50 Jahren von staatlichen Stellen dokumentiert. Jedoch finden sich bereits seit der Einführung des ersten Impfstoffes am Anfang des 19. Jahrhunderts sogenannte Impfgegner. In Europa wird jeder Impfstoff vor der Zulassung nach den Richtlinien der Europäischen Arzneimittelagentur klinisch geprüft und überwacht.
Keine Impfung schützt wirklich hundertprozentig von der jeweiligen Erkrankung. Der Schutz ist bei den einzelnen Impfungen unterschiedlich, die öffentlich empfohlenen Impfungen können aber die Erkrankungswahrscheinlichkeit zumindest drastisch senken. Es gibt auch Impfungen, die lediglich den Krankheitsverlauf abmildern und so vor den schlimmsten Komplikationen und schweren Verläufen schützen können.
Nach den Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO starben allein im Jahr 2002 über zwei Millionen Menschen an Infektionskrankheiten, die durch eine Impfung hätten verhindert werden können. Die Bekämpfung dieser Todesursachen durch Impfprogramme ist daher oberstes Ziel der WHO. Die Erfolge dieser Impfprogramme sind ein Beleg für die Wirksamkeit des Impfens.
Die von der STIKO empfohlenen Impfungen sind in der Regel gut verträglich, jedoch erfordert sie seltene Gefahr von Impfreaktionen und „Impfschäden“ eine ausführliche Aufklärung über die jeweilige Impfung. Diese sollten sie von einem Arzt ihres Vertrauens machen lassen, da die Meinung von Laien (z.B. Presse) oftmals wissenschaflich nicht ausreichend hinterlegt ist.
Historischer Vergleich jährlicher Infektionsfälle in den USA vor und nach der Einführung von Impfprogrammen (Quelle: The Scientist)
| Impfstoff | vorher (Jahr) | nachher (Jahr) |
| Haemophilus Influenzae B | 20.000 (1982) | 54 (1998) |
| Keuchhusten | 147.271 (1925) | 6.279 (1998) |
| Masern | 503.282 (1962) | 89 (1998) |
| Mumps | 152.209 (1968) | 606 (1998) |
| Pocken | 48.164 (1904) | 0 (1998) |
| Röteln | 47.745 (1968) | 345 (1998) |
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