Jeder Mensch kommt Tag für Tag mit Fremdkörpern in Berührung. Milliarden von Immunzellen bekämpfen diese Eindringlinge. Die meisten kann der Körper gut in Schach halten. Einige Erreger sind aber so aggressiv, dass sie nicht nur krank machen, sondern auch bleibende Schäden hinterlassen. Impfungen stärken das Immunsystem und helfen ihm, sich gegen bestimmte Infektionskrankheiten zu wappnen.
Die Hauptfunktion des menschlichen Immunsystems ist, zwischen "eigen" und "fremd" zu unterscheiden und den Körper gegen fremde Substanzen und Krankheitserreger zu verteidigen.
Bei einer Schutzimpfung werden in den Körper abgetötete oder abgeschwächte Krankheitserreger injiziert. Dies geschieht meist intramuskulär (i.m., in den Muskel) am Oberarm (Musculus deltoideus). Der Körper reagiert daraufhin ähnlich wie bei einer „richtigen Infektion“, aktiviert sein Immunsystem und produziert vermehrt Antikörper. Dank dieser Antikörper kann eine erfolgreiche Impfung oft noch über viele Jahre im Blut nachgewiesen werden. Das dient vor allem zur Überprüfung des Impfstatus. Es werden aber auch die B- und T-Lymphozyten aktiviert, die unter anderem als „Gedächtniszellen“ fungieren. Diese speichern über Jahre hinweg eine Art „Foto“ des Erregers, welches sie bei einer erneuten Infektion zuordnen können um die passenden Antikörper zu aktivieren. Daher werden die Erreger dann sehr schnell und effektiv abgetötet, so dass es erst gar nicht zum Ausbruch der Erkrankung kommt.
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